Fokus: Nasennebenhöhlen-Behandlung

Prof. Hambek: "Die Behandlung von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen stellt einen Schwerpunkt meiner Tätigkeit dar. Ich biete alle Nasennebenhöhlen-Therapien an. Seit kurzem gibt es neue Therapien, die den betroffenen Patienten zugute kommen. Daher habe ich mit meinem Kollegen Prof. Dr. Rainer Weber ein Publikation erarbeitet, welche die zur Verfügung stehenden Optionen bewertet und einordnet" (Zitat: R.K. Weber, M. Hambek, Moderne Therapie der chronischen Rhinosinusitis unter Berücksichtigung gutachtlicher Aspekte, MedSach 121 2/2025: 84–90)

Moderne Therapie der chronischen Rhinosinusitis unter Berücksichtigung gutachtlicher Aspekte

R.K. Weber, M. Hambek, Moderne Therapie der chronischen Rhinosinusitis unter Berücksichtigung gutachtlicher Aspekte, MedSach 121 2/2025: 84–90

Die chronische Rhinosinusitis ist eine heterogene Erkrankung mit einer lokalen chronischen Entzündung der Schleimhäute der Nase und Nasennebenhöhlen, die ca. 5 % der Bevölkerung betrifft. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität signifikant und ist mit einer Reihe von Komorbiditäten, wie z. B. Asthma bronchiale verbunden. Sie wird durch die Kombination aus Symptomen und objektiven Befunden in der Nasenendoskopie und der Bildgebung definiert und diagnostiziert und bedarf einer individuell adaptierten Therapie. Die aktuell empfohlene Therapie kann in drei Stufen eingeteilt werden: die medikamentöse Basistherapie, die endoskopische Nasennebenhöhlenoperation und die Gabe von Biologika.

Die endoskopische Nasennebenhöhlenoperation ist auch im langfristigen Verlauf nicht nur medizinisch effektiv, sondern auch kosteneffektiv gegenüber einer fortgesetzten medikamentösen Therapie als auch gegenüber der Biologikatherapie. Endoskopische Operation und Biologika sind wirksame Therapien, wenn die Kriterien für Indikation und Durchführung beachtet werden. Die Arbeit gibt entsprechende Anhaltspunkte für eine etwaige gutachterliche Bewertung.